Klassische persische Literatur

Klassische persische Literatur

Hafis Grabmal

Hafis Grabmal

Am Eingangsportal der United Nations in New York, einer Organisation, die für Frieden durch internationale Zusammenarbeit steht und inzwischen 193 Länder als Mitglieder hat, ist ein Gedicht des persischen Dichters Saadi (1210 – 1292) angebracht:

Nachdichtung von Karl Heinrich Graf (1815-1869), ein evangelischer Theologe und Orientalist:

Bani Adam: die Adamskinder

Die Adamssöhne sind ja alle Brüder,

aus einem Stoff wie eines Leibes Glieder.

Hat Krankheit nur ein einzges Glied erfasst,

so bleibt den andern weder Ruh noch Rast.

Wenn andrer Schmerz dich nicht im Herzen brennet,

verdienst du nicht, dass man noch Mensch dich nennet.

 

Saadi studierte Islamwissenschaften, arabische Gedichte und Literatur in Baghdad. Zu seinen Lebzeiten wurde Persien von mongolischen Angriffen heimgesucht. Die unruhigen Zeiten in seiner Heimat führten dazu, dass Saadi ca. 30 Jahre auf Wanderschaft war. In dieser Zeit besuchte er Jerusalem, Mecca, Medina, Damaskus und Ägypten. Seine Reisen mit den Karawanen entlang der Seidenstraße brachten ihn sogar bis nach wie Delhi in Indien. Sein bekanntestes Werk „Golestan“, der Rosengarten“ (1258) ist von Adam Olearius, einem deutschen Philosophen und Orientalisten, im Jahre1658 übersetzt worden.

Saadi benutzt jedermanns Sprache, um zeitlose Themen wie Gerechtigkeit, Toleranz oder Humanismus zu behandeln. Viele seine Gedichte sind in „Ghasel“-Form geschrieben. Ein Ghasel bestand ursprünglich aus einer

Folge von jeweils zwei Versen (Beit), deren zweiter Vers immer den in der ersten Strophe angewandten Reim hat:         Reimschema: [aa xa xa xa xa xa]

Saadi´s Aphorismen und Lebensweisheiten sind auch im heutigen Sprachgebrauch des Irans vorhanden und haben ihm den Beinamen „der Weise“ eingebracht:

Besser ein Irrtum, der dich beglückt, als ein Wahrheit, die dich niederdrückt.

Es ist keine Kunst, die Welt zu erobern; wenn du kannst, erobre ein Herz!

Decke die verborgenen Fehler der Leute nicht auf, denn du raubst ihnen die Ehre und dir das Vertrauen.

Saadi´s Zeitgenosse Rumi, ein großer Mystiker, Dichter und Sufi, ist im Jahre 1207 geboren und lebte im heutigen Anatolien in der Türkei. Die Sprache seiner Dichtungen war ebenfalls Farsi. Der Orden der drehenden Derwische ehrt Rumi als Begründer des Ordens.

Liebe ist für Rumi, wie für viele Sufis, die treibende Kraft des Universums. Um eine harmonische Existenz zwischen sich selbst und dem Universum zu schaffen, muss der Mensch lernen, Gott und alles von Gott geschaffene zu lieben. Den Gott bezeichnet Rumi als den „Geliebten“; die menschliche Seele auf der Suche nach Gott wird als der „Liebende“ beschrieben. Sein Mausoleum in Konya, südlich von Ankara in der Türkei, ist heute noch ein Wahrzeichen der Stadt.

 

Rumi´s Weisheiten: Wo die Liebe erwacht, stirbt das „Ich“, der dunkle Despot.

Mit deiner Seele hat sich meine

gemischt wie Wasser mit dem Weine.

Wer kann den Wein vom Wasser trennen,

wer dich und mich aus dem Vereine?

 

Was Homer für die klassische griechische Literatur ist, ist der Firdausi (940 – 1020) für die Perser. Mit 60 000 Versen ist sein Werk „Schahnahme“ (Buch der Könige) der größte Epos der Welt. Die Universität der Stadt Mashaad in Iran ist nach Firdausi benannt. Es gibt nicht nur eine Statue von ihm in Teheran sondern auch in Rom.

Schahname erzählt die Geschichte des antiken Persiens in der vorislamischen Zeit in 62 Sagen. Die Hauptfigur des Epos ist der Großkämpfer und Held Rostam, der die Grenzen des Irans vor Feinden verteidigt.

Wer den Koran in- und auswendig kennt und gemeistert hat, wurde Hafis genannt. Unter diesem Namen war der Dichter Muhammad Schams-ud-Din bekannt. Auch heute noch ist er einer der beliebtesten Söhne Shirazs‘. Sein bekanntestes Werk, der Diwan, wurde nach seinem Tod 1390 zusammengestellt und besteht aus mehreren Hundert Gedichten in Ghasel-Form. Die Liebe ist eine der wichtigsten Themen bei dieser Gedichtform und Hafis bleibt der Meister dieser Kunstform. Ein Beispiel:

Wenn, Hafis, du dich nach Ruhe sehnest,

So vergiss nicht, was die Lehre spricht:

»Hast du einmal wen du liebst gefunden,

Leiste auf die ganze Welt Verzicht!

 

Hafis ist unter anderem auch für seine Aphorismen und Weisheiten in der persischen Kultur bekannt:

Wenn du zu weich bist, wirst du zerschmettert werden; wenn du zu starr bist, wirst du gebrochen werden, wenn du zu hart bist, wirst du Wunden verursachen und wenn du zu scharf bist, wirst du verletzen.

 

Johann Wolfgang von Goethe entdeckte die Werke von Hafis als er 65 Jahre alt war. Besonders beeindruckt war er von Diwan. Dieses Werk inspirierte Goethe zu seiner Gedichtsammlung „West-östlicher Diwan“. Ein Denkmal in Erinnerung an die beiden Dichter, welches die kulturelle Völkerverständigung symbolisieren soll, steht am Rande der Altstadt in Weimar.

Wenn du zu meinem Grabe

deine Schritte lenkst

bring Wein und Laute mit

damit ich zu der Spielmannsweise

tanzend mich erhebe

Abends herrscht in der Regel schöne Stimmung am Denkmal von Hafis. Junge iranische Pärchen sitzen verstreut im Park und beobachten die Reisegruppen, die durch die Parkanlage schlendern oder von Ihren Reiseleitern in das Thema „persische klassische Poesie“ gebracht werden. Die leuchtenden Augen der einheimischen Reiseleiter beim Vorlesen der Gedichte mit Themen wie Wein, Liebe und Musik faszinieren und irritieren den Tourist zugleich, denn in der heutigen islamischen Republik Iran wirkt es wie einen schlechter Witz, wenn man von Themen wie Wein und Musik spricht. Aber der Gesetzgeber hat es trotz des Verbots nicht geschafft, die Popularität von Hafis und seinen Gedichten zu unterdrücken. So zeitlos ist die Botschaft und Kraft der Worte der klassischen persischen Dichter, dass die Jugend des Landes heute noch nach deren Aphorismen greift, um eigene Facebook- und Twitter-Seiten zu schmücken.

Es ist keine Kunst, die Welt zu erobern; wenn du kannst, erobere ein Herz. –Saadi.

Advertisements

IRAN: Ein Land der Widersprüche

IRAN: Ein Land der Widersprüche

Manche Urlaubsländer lassen ganz bestimmte Bilder in unseren Köpfen entstehen. Zum Beispiel verbindet man Kuba mit Zigarren, Salsa und Rum, während man Thailand mit sonnengebadeten Stränden, buddhistischen Tempeln und lächelnden freundlichen Gesichtern in Verbindung bringt. Südafrika hat gute Weine und Nationalparks, während Island uns mit Gletschern und Geysiren anlockt.

Als wir uns 2015 vorgenommen hatten, eine Kultur- und Erlebnisreise in den Iran zu organisieren, war ich mir nicht so sicher, ob wir unsere Reisegäste von dieser Destination begeistern könnten. Die kontroverse Atompolitik des Landes, das Verletzen von Menschenrechten und besonders die Frauenrechte sind Themen, die uns konfrontieren, wenn wir in unseren Medien über den Iran hören. Ich hatte auch gelesen, dass die sozialen Netzwerke wie Facebook im Iran verboten sind. Das war nicht alles, auch Partys sind verboten, Alkohol ist verboten, Tanzen ist verboten…

Aber wissen Sie was giftig für Vorurteile ist… das Reisen! Und genau das hatten wir uns vorgenommen: Wir wollten in den Iran reisen, um uns ein eigenes Bild zu verschaffen!

 DSC08224

Als ich bei meiner ersten Iran Reise ins Gespräch mit den Iranern kam, überraschte mich die Frage von den Einheimischen, ob ich ein Facebook Account hätte? „Aber ich habe gelesen, dass Facebook im Iran verboten ist!“. Daraufhin hat mein lokaler Reiseleiter mit den Augen gerollt und geantwortet: „Du hast Recht, im Iran ist an sich alles verboten, was Spaß macht. Aber wo ist das Problem? Wir nutzen alle sogenannte Tunneldienste wie VPN (Virtual Private Network) und sind bei allen sozialen Medien wie Facebook und Twitter dabei.“

So öffnete sich Schicht für Schicht eine geheimnisvolle und rätselhafte Welt der Widersprüche, welche die Menschen dieses Landes für mich immer sympathischer machten.

Die Märkte und Basare im Iran haben seit Ewigkeiten eine zentrale Rolle als Dreh- und Angelpunkte in der Gesellschaft gespielt. Es ist schon immer ein Genuss für mich gewesen, durch die Basare zu schlendern und das bunte Bild mit allen Sinnen aufzunehmen. Eine große Auswahl an Pistazienarten, sowie einheimische Süßigkeiten, und Gewürzstände waren auf jedem Markt zu sehen. Man lässt sich Zeit, es wird geplaudert, bei einem Tee wird in aller Ruhe über Gott und seine Schöpfung geredet und wenn man Augenkontakt mit einem ausländischen Tourist hat, wird strahlend gegrüßt, nicht selten mit den Worten, „Welcome to my country“. Solche Begegnungen haben wir immer wieder gemacht, egal ob wir in einem Lokal, in einer Moschee oder auf dem Bazar in Teheran, Shiraz oder Yazd unterwegs waren. Und diese haben einen tiefen positiven Eindruck bei mir hinterlassen und mir geholfen, einige meiner Vorurteile über die Iraner zu beseitigen.

Die Islamische Republik Iran, mit welcher wir unsere Vorurteile gegenüber dem Land in Verbindung bringen, gibt es erst seit 1979, also noch nicht einmal 40 Jahre. Die „Kultur Revolution“ von Ayatollah Khomeini befürchtete die „westliche Kultur Invasion“, die die Iraner in die Sittenlosigkeit treiben könnte.

Das Reich Persien auf der anderen Seite hat eine über 2.500 Jahre alte glanzvolle Geschichte und erst wenn man das Land bereist, wird einem klar, was für eine Hochkultur in diesem Land bereits ab 500 v. Chr. unter den Achämeniden und später unter den Sassaniden herrschte.

    

Der Islam ist mit den arabischen Händlern erst im 7. Jh. nach Christus in den Iran gekommen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Perser bereits eine über 1.000 Jahre alte Kultur gehabt. Iran ist die Wiege für eine der ältesten Weltreligionen, dem Zoroastrismus. Das religiöse Zentrum für die Anhänger der Zarathustra ist die Stadt Yazd und im Iran leben heute schätzungsweise 30 – 40 000 Anhänger dieser Religion. Auch wenn 99,4% Iraner heute dem Islam angehören, der kulturelle Einfluss des Zoroastrismus ist nach wie vor stark in der Gesellschaft verwurzelt. Das „Now-Roz“, das zoroastrisches Neujahrfest, zählt beispielsweise zu den wichtigsten Festen des Landes und wird mit großer Begeisterung nach wie vor im ganzen Land gefeiert.

Die archäologischen Ausgrabungsstätten von Persepolis und Pasargard in der Nähe von Shiraz zählen zum UNESCO Weltkulturerbe und erzählen uns Geschichten einer Ära aus vorchristlicher Zeit, wo multikulturelle Begegnungen und internationaler Austausch auf sowohl wirtschaftlicher als auch geistiger Ebene ausgeübt wurde und religiöse Freiheit in der Gesellschaft herrschte. Der Besuch von Persepolis war für mich ein kultureller Höhepunkt der Iran-Reise. Hier wurde mir klar, dass das Ächämenidische Reich der Perser genauso eine hohe Kultur hatte, wie die alten Griechen und Römer.

Unter Kyros II sind die ersten Palast- oder Lustgärten entstanden. Der persische Garten mit Wasserspielen, Terrassen, Pavillons, etc. dienten als Vorbild für weltbekannten Gärten, wie Schloss Versailles oder der Peterhof in St. Petersburg sowie die Gärten des Taj Mahals in Indien.

Die Gartenkultur lebt und blüht auch im heutigen Iran weiter. Es ist ein Genuss durch Gärten, wie dem des Golestan Palastes, die Gärten Teherans, dem Innenhof-Garten des Abbasi Hotels in Isfahan oder dem Bagh-e-Eram in Shiraz zu schlendern und die einheimischen Familien beim Picknicken zu beobachten.

Das bekannteste Werk im Bereich Literatur aus Persien ist Tausendundeine Nacht, eine Sammlung der Volksgeschichten und Märchen. Die persische Dichtkunst erlebte zwischen dem 11. und 14. Jh. eine goldene Zeit und wurde von Persönlichkeiten wie Saadi, Rumi, Khayyam, Ferdowsi und Hafis auch im Westen bekannt gemacht. Sogar Goethe ließ sich von Hafis in seinem Werk „West-östlicher Diwan“ inspirieren.

Die Farce der Widersprüche zwischen Alt- und Neuzeiten bringt vielleicht das Testament von Hafiz, der beliebteste Poet der Iraner aller Zeiten zum Ausdruck:

„Da ich im Trunke sterben werde, bringt mich auf die Art der Trunkenen unter die Erde.

Baut aus dem Rebstock mir einen Sarg, auf dem Weg zur Kharabat (eine Schenke) grabt mir mein Grab.

Die Totenwäsche mit deren Wasser nehmt vor, auf trunkenen Schultern hebt mich empor.

Nichts als Wein schüttet auf mein Grab, zu meiner Trauerfeier bringt nur die Robab (Saiteninstrument).

Eine Bedingung stell ich zu meinem Tod wieder, dass keiner weint, außer der Musik vom Harfenspieler.“

 

      

Mein Fazit:

Wenn Sie neugierig auf die alte persische Kultur sind, wenn Sie auf Reisen gerne Kontakt mit den Einheimischen aufnehmen und offen für andere Kulturen und deren Lebensweise sind, dann ist Iran ein sehr interessantes Reiseland für Sie.

Man sollte sich nicht nur von der negativen Berichterstattung der westlichen Medien lenken lassen und ein ganzes Volk nicht wegen der eingeschränkten Politik der Regierung boykottieren. Mit einer offenen Einstellung gegenüber fremden Kulturen haben wir die Chance, unsere eigenen Wahrheiten zu entdecken und dabei einen schönen Flecken Erde kennenzulernen.

Sumeet Sehgal

 

Was man vor der Reise in den Iran wissen muss:

Einreise Bestimmungen: Für deutsche Staatsbürger ist ein Visum erforderlich. Seit Mai 2017 ist es auch möglich ein E-Visa (Online Visum) zu beantragen. Ein biometrisches Passbild wird verlangt.

Besondere Zoll Vorschriften: Es ist verboten Alkohol, Schweinefleisch und Publikationen, die das strenge iranischen Moralverständnis verletzen, einzuführen.

Impfung: Keine vorgeschriebenen Impfungen.

Kleider Vorschriften: Frauen dürfen keine enge, taillierte Kleidung tragen. Die Kleidung muss Schulter, Arme und Beine bedecken. Es ist auch erforderlich, dass die Frauen in der Öffentlichkeit immer ein Kopftuch tragen. Die Herren dürfen keine kurzen Hosen tragen. Beim Besuch einer Moschee muss man die Straßenschuhe ausziehen.

Strom: In Iran werden die Steckdosen Typ C, sowie bei uns in Deutschland verwendet. Die Netzspannung beträgt 220 V bei einer Frequenz von 50 Hz. Mitnahme von einem Adapter ist nicht nötig.

Geld: Landeswährung ist Rial (IRR). Mitnahme von Bargeld in Euros ist empfohlen. Es gibt überall Banken und Wechselstuben, wo man das Geld tauschen kann. Iran ist von internationalen Bank System ausgeschlossen, daher funktionieren unsere EC Karten und Kreditkarten nicht. Manche Privatgeschäfte, die ein Konto in Dubai angelegt haben, akzeptieren internationale Kreditkarten.

Trinkgeld: Die örtliche Reiseleiter und Fahrer der organisierten Rundreisen erwarten € 3 – 5 pro Person pro Tag als Obolus für Ihre Dienste.

Für die Hotelkofferträger, sowie Zimmermädchen ist es üblich, wie international ca. 1 € pro Zimmer als Trinkgeld zu geben.

 

 

Georgien…Märchenland im Kaukasus

Als serviceorientiertes Unternehmen mit Betonung auf die Berücksichtigung persönlicher Wünsche unserer Kunden, freue ich mich besonders, wenn die Reisegäste sich für ihren nächsten oder übernächsten Urlaub bestimmte Reiseziele und Länder wünschen. So halten wir gemeinsam mit unseren Kunden Ausschau nach aktuellen Reisetrends und freuen uns, mal wieder neue Destinationen im Programm aufzunehmen. 2016 wünschten sich einige der Stammkunden eine Reise mit Designer Tours nach Armenien. Während der Armenienreise, bin ich von unseren Mitreisenden angesprochen worden, das Nachbarland Georgien für das kommende Jahr in Auge zu fassen. Das habe ich sehr gerne getan und ich kann heute mit großer Vorfreude unsere ausverkaufte Reise nach Georgien vom 25 Sep. bis 04 Okt. 2017 ankündigen. Mit diesem Beitrag möchte ich für alle, die sich für das Reiseland Georgien interessieren über Land und Leute informieren und die Reisenden eine informative Vorbereitung anbieten:
Georgien: Kurz und Kompakt
Das Land liegt im Kaukasus auf dem gleichen Breitengrad wie Mittelitalien, ist etwas kleiner als Bayern und zählt knapp unter 4 Millionen Einwohner. Über ein Viertel davon sind in Tiflis oder Tblisi, die am Kura Fluss gelegene Hauptstadt zwischen die Bergketten großer und kleiner Kaukasus, zu Hause. Über 80% der Fläche des Landes ist gebirgig und die höchste Erhebung im großen Kaukasus ist knapp über 5000 m über dem Meeresspiegel. Über 40% des Landes ist mit Wald bedeckt. Bis zur Zerfall der Sowjetunion 1991 war Georgien ein Teil des UDSSR. Russland grenzt das Land im Norden, das Schwarze Meer im Osten, die Türkei im Süden, Armenien und Azarbeijan im Südosten.
Infos zur Reisevorbereitung:
Visum: Für deutsche Staatsbürger nicht nötig.
Flugverbindung: Lufthansa/Star Alliance(LOT Polish) ab mehreren deutschen Flughäfen. Zurzeit gibt es nur Nachtflüge. (Stand Aug 2017). Die Flugzeit Warschau – Tblissi beträgt 3.5 Stunden.
Zeitunterschied: Georgien ist 2 Stunden vor der deutschen Zeit.
Impfungen: Keine Pflichtimpfungen sind vorgeschrieben. Als Reiseimpfung ist Schutz gegen Hepatitis A sinnvoll. Da die medizinische Vorsorge außerhalb von Tflissi dem mitteleuropäischen Standard nicht entspricht, empfehlen wir die Mitnahme von einer Reiseapotheke mit persönlichen Medikamenten. Mittel gegen Durchfallerkrankungen, Reisekrankheit, Kopfschmerzen, Grippe oder Erkältungen dürfen gerne in der Reiseapotheke dabei sein.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung würde ich auf jeden Fall für die Reise empfehlen.
Währung: Georgische Lari (GEL). 1 Lari entspricht 100 Tetri. 1 € = 2,8 GEL (Stand Aug 2017) Gängige Kreditkarten (Visa/Mastercard) werden in der Hauptstadt akzeptiert. Für kleinere Orte sollte man lieber Bargeld dabei haben. Mit EC Karte kann man an Automaten Geld abheben. Mit Postbank Karten sind Probleme vorgekommen. Am liebsten nimmt man seine Reisekasse in Bargeld Euro mit und tauscht vor Ort in den Wechselstuben.
Strom: In Georgien werden, genauso wie bei uns in Deutschland, Steckdosen Typ C verwendet. Die Netzspannung beträgt 220 Volt. Mitnahme von einem Reiseadapter ist nicht nötig.
Beste Reisezeit: Für Rundreisen wie unsere sind die Monate April-Mai sowie September-Oktober gut geeignet. Zu der Zeit hat man angenehm warme Tagestemperaturen und meist trocken.
Kleidung: Im Frühling und Herbst sind die Tagestemperaturen bei +/- 25 Grad. Abends sinken die Temperaturen auf 10-15 Grad, je nach dem Ort. Die Mitnahme von Sommerkleidung und einer leichten Jacke/Fleece für die höher gelegene gebirgige Region ist zu empfehlen. Die Damen sollten gerne ein Kopftuch für den Kloster- und Kirchenbesuch mitnehmen. Lange Hosen oder lange Röcke sind bei Besuch der Kirchen und Klosteranlagen erwünscht.
Schuhwerk: Schwere Wanderschuhe sind auf unsere Reise nicht nötig. Ich empfehle bequeme Sport- oder Wanderschuhe. Wer gerne offene Schuhe trägt, kann auch mit Sandalen mit fester Sohle tragen.
Telefonieren/Internet: Mit einem deutschen Handy kann man auch in Georgien telefonieren. Bezüglich Auslands- oder Roaming-Tarifen empfehlen wir Ihnen, sich bei Ihrem Netzanbieter vor der Reise informieren. Bei Bedarf können Sie eine Prepaid SIM Karte für Ihr Handy vor Ort kaufen. Unsere örtliche Reiseleitung wird Ihnen gerne behilflich sein. W-LAN wird in den meisten Hotels kostenlos angeboten.
Was im Gepäck nicht fehlen sollte: Tagesrucksack, Sonnenschutz, Kopfbedeckung, bequemes Schuhwerk, eine kleine Reiseapotheke, Mückenspray, Regenschutz, ausreichend Fotoausrüstung (Ersatz-Akku/Speicherkarten), Desinfektionsspray, Taschentücher, Feuchte Tücher.
Essen und Trinken: Gastfreundschaft und das gemeinsame Feiern mit der Familie und Freunden ist eine schöne Tradition in Georgien. Die Tafel soll gerne so gefüllt sein, dass kaum etwas von der Tischdecke zu sehen ist. Eine weitere Tradition ist die Funktion des „Tamada“, dem Tischmeister. Dieser moderiert Gespräche und bringt immer wieder Trinksprüche aus. Man trinkt auf Familie, Freunde, Heimat, Friede, Gesundheit, Kinder, Frauen, Geschichten, Schutzheilige, etc… Landestypische Weine und Gesang dürfen bei so einem Anlass auch nicht fehlen. Um Ihre Gaumen zu kitzeln haben wir hier Beispiele für landestypische Gerichte:
Vorspeisen: Badridschani (gefüllte Auberginen mit Walnusspaste), Basturma (luftgetrocknetes Rindfleisch).
Hauptspeisen: Mzwadi (Schaschlik), Tschachochbili (Hähncheneintopf mit Tomaten-Zwiebelsoße), und Tschanachi (Hammeleintopf mit Auberginen).
Dessert: Tschurtschkella (Süße Würste aus Walnüssen in Traubensaftpüree) oder Matsoni (Nüsse mit Joghurt und Honig).

Ich hoffe, diese kleine Einleitung über das geheimnisvolle Georgien macht Lust auf mehr. Auf diesem Kanal werde ich nach unserer Pilotreise etwas ausführlich über unsere Erlebnisse, vor allem über Land, Leute und Kultur des Landes aus der ersten Hand berichten und Bilder hochladen. Es lohnt sich wieder reinzuschauen…
Zum Schluss eine georgische Weisheit zum Nachdenken:
Die Welt kann mit Worten erobert werden, aber nicht mit gezogenen Schwertern.

Wenn dieser Beitrag bei Ihnen eine positive Resonanz findet, bitte lassen Sie es uns gerne durch Ihre Kommentare wissen. Das wird mich inspirieren von unseren weiteren bevorstehenden Reisen zu berichten und eine kleine informative Brücke zu Kultur und Menschen der Länder, die ich persönlich kenne und kennen lerne, für Sie zu bauen.

Sumeet Sehgal

Bhutan & Nepal…Mystischer Himalaya

Willkommen in Bhutan, dem Land des Donnerdrachens: Eingeklemmt zwischen Indien und Tibet war das Land lange Hort religiöser Abgeschiedenheit und geheimnisvoller Geschichten. Die Entwicklung ging sehr langsam voran, was dafür den Vorteil hatte, daß die Monarchie aus den Fehlern der schnellen Entwicklung der Nachbarstaaten gelernt hat. Das gilt auch für den Tourismus. Nur wenige Tausend Fremde besuchen das Bergland jedes Jahr, was vor allem an den hohen, von der Regierung festgelegten Preisen liegt. Individuelle Reisen ohne Begleitung sind überhaupt nicht möglich. Doch zu sehen bekommt man ein Land, dessen Natur schon von Grund auf großartig und zudem noch weitgehend unberührt ist. Ein Land der schneebedeckten Berge, tiefer oder weiter Täler mit fruchtbaren Reisfeldern und Obstgärten, kleinen Dörfern und lebhaften Marktstädten. Ein fremdes Land mit freundlichen Menschen, das sämtliche Sinne anspricht…. Und dann lockt da auch noch das Nachbarland Nepal ! Mount Everest, Annapurna & Co. – hier recken sich acht der zehn höchsten Berge der Welt in den Himmel und sind grandiose Kulisse für die Königsstädte Patan, Bhaktapur und Kathmandu, für stille Bergdörfer, Klöster und Heiligtümer. Mit DESIGNER TOURS tauchen Sie ein in die geheimnisvolle Welt des Hinduismus und Buddhismus im mystischen Himalaya.

Erfahren Sie hier mehr über die Reise

Peru – Königreich der Sonne

Peru verbindet die Essenz von Amerika, die “neue Welt”, in geographischer Sicht als auch in der Mischung von einheimischen Indio sowie europäischen Kulturen. Es ist ein Land antiker Kulturen, wo der traditionelle “way of life” der Indios noch Gültigkeit besitzt; mit großartigen landschaftlichen Kontrasten und vielleicht dem größten Schatz Amerikas. Auf ihrer rücksichtslosen Suche nach Gold, entging den spanischen Eroberern den am schwersten zu fassenden aller Schätze, “Die verlorene Stadt der Inka”. Neben den beeindruckenden Inka Ruinen bei Cusco und der “verlorenen Stadt” Machu Picchu findet man in Peru auch die berühmten Nasca Linien und die Chulpa Grabbauten am Titicacasee See, Zeugen des blutigen spanischen Kreuzzugs. Mit seiner imposanten Vielfalt an Landschaften ist Peru eines der spektakulärsten Länder unserer Erde.  

Erfahren Sie mehr über die Reise nach Peru

Südindien… Im Land der Götter

Unter dem Titel „Im Land der Götter“ entführen wir Sie in die bunte Welt der 333.000 Gottheiten. Erleben Sie die exotische Landschaft tropischer Wälder, Palmen- und Reiseplantagen und genießen das satte Grün. Im Periyar Nationalpark geht’s auf Elefantensafari, im Bundesstaat Tamil Nadu erkunden Sie per Ochsenkarren ein südindisches Dorf. Vom kolonialen Chennai geht es weiter an der Küste entlang bis zu einer der heiligsten Städte Südindiens, wo sich im Küstentempel von Mahabalipuram die beeindruckende Dravidenarchitektur zeigt. Gänsehautfeeling bietet eine Abendzeremonie im Tempel von Madurai oder im Tanztheater von Kochi. Kommen Sie an Bord Ihres Hausboots, um mit DESIGNER TOURS das einzigartige Lagunensystem der Backwaters zu erkunden.

Erfahren Sie mehr über die Reisen in den Süden Indiens

Rauer Zauber: Normandie und Bretagne

Die Normandie hat ihre Identität und ihre Echtheit über Jahrhunderte hinweg bewahrt. Ein Bündnis von Land und Meer unter einem Himmel mit wechselndem Licht, ein lebendes Bild, was die größten Künstler inspiriert hat: Claude Monet, Eugène Boudin, Raoul Dufy… Die Bilder von Etretat, Honfleur, das Seinetal, Rouen und dem normannischen Land haben dank dieser Künstler eine Weltreise gemacht. Die Region bietet dem Besucher ein reiches und wertvolles Kultur- und Geschichtsgut: mittelalterliche Festungen, Kunstwerke der gotischen Kunst wie der Mont Saint Michel, Abteien und Kathedralen, die Wandteppiche von Bayeux, von Parks und romantischen Gärten umgebene Schlösser. Mit 2.700 km Küste ist die Bretagne eine Maritimregion, gesäumt von zauberhafter Landschaft und wunderschönen Inseln. Nirgendwo sonst kann man so viele Besonderheiten entdecken: steile Felsküsten, feine Sandstrände, aber auch pittoreske Altstädte und prähistorische Menhire sowie lebenskräftige Traditionen. Diese Busreise ab/bis Schleswig-Holstein zeigt Ihnen Nordostfrankreich von der schönsten Seite.

Lesen Sie mehr über die Reise nach Frankreich